Die Feudenheimer Au
 
   Die Feudenheimer Au zählt zu den natürlichen Landschaftsteilen des alten Feudenheim. Sie entstand im 13. Jahrhundert, als der Neckar durch Ausräumen des Hochgestades in die Niederungen der Au gelangte.
Fünf Jahrhunderte lang floss der Neckar danach im Bogen durch die Au, bis im 18. Jahrhundert (1790-1794) der Neckar reguliert und aus der Au verlegt worden ist. Die alten Flussschlingen sind verlandet, die Au wurde eingedeicht. Seitdem ist hier Ackerbau möglich.
Auch bei Hochwasser können die Fluten nicht mehr in die Au gelangen. Nördlich des Aubuckels ist heute noch ein Teil des ursprünglichen Hochgestades sichtbar. Am 28.12.1988 wurde die Feudenheimer Au zum Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Das Landschaftsschutzgebiet umfasst eine Fläche von ca. 44 ha. Es verkörpert in Mannheim ein Stück Kulturlandschaft, in der neben der Landnutzung und Erholung die Landschaftspflege eine bedeutende Rolle spielt.

Nach Gesprächen der Stadt mit den heutigen Landwirten wurden im Jahr 1994 rund 20% der Gesamtfläche für Biotopgestaltungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen dieser Rekultivierung pflanzten die Landwirte im Auftrag der Stadt Mannheim u.a. Obstbäume und pflegen seit dieser Zeit die extensivierten Flächen. So ziehen sich heute Ackerrandstreifen, Hecken, Feldgehölze, Blumenwiesen, Kopfweiden und Streuobstbestände wie ein grünes Netz über die Au. Diese gliedernden Bestandteile bereichern nicht nur das Landschaftsbild, sondern stellen für die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume dar.

Daneben ist die Feudenheimer Au für die Frischluftzufuhr der Stadt unerlässlich. Als unverbaute Freifläche stellt sie einen Teil des überregionalen Grünzuges Nord-Ost zwischen Bergstraße und Luisenpark dar und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Mannheimer Klimas. Schließlich besitzt die Au ein bedeutendes Grundwasserreservoir.